2018 · Band 4 (im Erscheinen)


Ökonomie/Ökologie

  • Herausgeber des Bandes:
    Dieter Mer­sch, Michael Mayer

InhaltLinks


Der Begriff der ›Ökologie‹ hat im Zusammenhang mit Komposita wie Medienökologie, Ökotechnie und Technikökologie eine neue Konjunktur erfahren. Dabei fällt auf, dass im Kontext der Wiederaufnahme des Oikos, des ganzen Hauses und seiner Teile sowie der Oikonomia, der ›gesamten Schöpfung‹, medienökonomische Fragen allenfalls marginal behandelt werden. Unser Verdacht dabei ist ein doppelter: zum einen, dass die medienökologischen Theoriebildungen auf verkappten Netzwerktheorien beruhen, die zwar den Stand der gegenwärtigen Technologie widerspiegeln, dabei aber die Genese und Genealogie ihrer Begriffe ausblenden. Zum anderen, dass sie damit zugleich die Verfasstheit einer genuin kapitalistisch organisierten Ökonomie, die längst planetare Dimensionen angenommen hat, hartnäckig ignorieren. Der Band 4 des Internationalen Jahrbuch für Medienphilosophie widmet sich genau diesem Zusammenhang.

Auftakt

Das Internationale Jahrbuch für Medien­philo­sophie (De Gruyter) widmet sich allgemeinen medienphilosophischen Fragen und daran angrenzender Diskurse, insbesondere den Grundproblemen von Genesis und Geltung unterschiedlicher Medienbegriffe sowie der begrifflichen, paradigmatischen und methodologischen Begründung von Medientheorien. Dazu gehören Fragen der ›Ontologie‹, ›Anthropologie‹ oder ›Epistemologie‹ von Medien und Mediennetzen, der Medialität überhaupt und ihren medienethischen wie medienpolitischen Implikationen. Im ausdrücklichen Bewusstsein, dass philosophische Diskurse ebenso medial bedingt sind wie Mediendiskurse der philosophischen Grundierung bedürfen, versucht das Jahrbuch, Grundlagendiskussionen an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Medienwissenschaften zu initiieren und kritisch zu begleiten.