2016 · Band 2


Techne/Mechane

  • Herausgeber des Bandes:
    Dieter Mer­sch, Michael Mayer

InhaltLinks

Die im Zentrum des Bandes stehenden Begriffe von techne und mechane deuten mit Bezug auf eine Philo­­sophie des Tech­­nischen einen Gegen­satz an. Beide verweisen zwar auf Techniken bzw. tech­nische Arte­fakte; beide adressieren sie im Griech­ischen die Kunst bzw. Kunst­fertig­keit; und beide verengen sich in ihrer Fortschreibung in den philosophischen Diskursen des Mittelalters und der frühen Neuz­eit auf »Werk­zeuge« bzw. deren Gebrauch sowie den »Mechanismus« – bis hin zum mecha­nistischen, d. h. kausalis­tischen Welt­bild. Und dennoch meint die techne schon bei Aristoteles ein Wissen, das vor allem mit der poiesis, dem Schaffen oder Her­stellen zu tun hat, während die mechane die Theater­maschinen bezeichnet, die für Illusion und die Effekte der Über­wältigung sorgten.
Mit der Opposition von techne und mechane lotet das medien­philo­sophische Jahr­buch die Möglich­keiten und Grenzen der Technik und des Technischen aus, um deren Spanne zwischen Werken der Kunst und einem unver­hohlenen Illusio­nismus aus­zuloten.

Inhalt

Beiträge

Übersetzung

  • Jörg Sternagel, Einleitung, 209–211
  • Vivian Sobchack, »Susie Scribbles« : Über Technologie, techne und inkarniertes Schreiben, 213–248
  • Zu den Autoren, 249–247