Über uns

Das Internationale Jahrbuch für Medienphilosophie ist 2013 einerseits aus der Arbeitsgruppe Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft e. V., andererseits aus einer Serie von Tagungen an der Universität Basel auf Initiative von Prof. Dr. Georg Christoph Tholen unter Mitarbeit von Dr. Nadja Elia-Borer hervorgegangen. Es erscheint seit 2015 regelmäßig im Frühjahr. Es steht unter einem festen Jahresthema und enthält zusätzlich Formate wie Relektüren klassischer philosophischer Texte unter medienphilosophischer Perspektive oder erstmalige deutsche Übersetzungen wichtiger internationaler Autorinnen und Autoren. Es wird herausgegeben von Prof. Dr. Dieter Mersch (Zürich) und Prof. Dr. Michael Mayer (Konstanz).

Mitglieder der Redaktion

Dieter Mersch (Herausgeber) – Studium der Mathematik und Philosophie in Köln und Bochum. Promotion und Habilitation in Philosophie an der Technischen Universität Darmstadt. Zwischen 2004 und 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Medientheorie und Medienwissenschaften an der Universität Potsdam, seit 2013 Leiter des Instituts für Theorie an der Zürcher Hochschule der Künste. Arbeitsschwerpunkte: Medienphilosophie, Philosophische Ästhetik, Semiotik, Posthermeneutik. Publikationen u. a.: Ereignis und Aura. Untersuchungen zur einer Ästhetik des Performativen (Frankfurt/M. 2002), Medientheorien zur Einführung (Hamburg 2006), Posthermeneutik (Berlin 2010), Epistemologien des Ästhetischen (Zürich/Berlin 2015).

Michael Mayer (Herausgeber) – Studium der Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Religionswissenschaft/Theologie in Freiburg i. Br. und Berlin. Lehrte u. a. von 2008 bis 2016 Medienwissenschaft an der Universität Potsdam. Vertritt ab 2017 den Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Konstanz. Arbeitsschwerpunkte: Medienphilosophie, Medienökonomie, Medienethik. Publikationen u. a.: Humanismus im Widerstreit. Versuch über Passibilität (München 2012); Tarkowskijs Gehirn. Über das Kino als Ort der Konversion (Bielefeld 2012); Zone. Medienphilosophische Erkundungen (Berlin/Zürich 2017).

Katerina Krtilova (Lektorat) – Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Kompetenzzentrum Medienanthropologie der Bauhaus-Universität Weimar und ab 2017 Leiterin der Forschergruppe Medientheorie/Medienphilosophie an der Karls-Universität Prag, zusammen mit Kateřina Svatoňová. Studium der Medienwissenschaft, Philosophie und Humanities in Prag und Regensburg; 2010 bis 2016 Doktorandin an der Bauhaus-Universität Weimar. Publikationen u. a.: Medienwissenschaft. Východiska a aktuální pozice německé filosofie a teorie médií (Hg., mit Kateřina Svatoňová, Praha 2016); Medien denken. Von der Bewegung des Begriffs zu bewegten Bildern (Hg., mit Lorenz Engell und Jiri Bystricky, Bielefeld 2010); »Media matter. Materiality and Performativity in Media Theory« (in: Media|Matter, hg. v. Bernd Herzogenrath, London/New York 2015).

Jörg Sternagel (Lektorat) – (Dr. phil.) Institut für Theorie der Zürcher Hochschule der Künste. Forschungsschwerpunkte: Theorien der Alterität und des Performativen, Bildlichkeit und Medialität, Philosophie der Existenz. Buchpublikationen u. a.: Pathos des Leibes. Phänomenologie ästhetischer Praxis (Zürich/Berlin 2016), Techniken des Leibes (Hg., mit Fabian Goppelsröder, Weilerwist 2016), Kraft der Alterität. Ethische und aisthetische Dimensionen des Performativen (Hg., mit Dieter Mersch und Lisa Stertz, Bielefeld 2015), Paradoxalität des Medialen (Hg., mit Jan-Henrik Möller und Lenore Hipper, München/Paderborn 2013), Acting and Performance in Moving Image Culture. Bodies, Screens, Renderings. With a Foreword by Lesley Stern (Hg., mit Deborah Levitt und Dieter Mersch, Bielefeld 2012).

Hans Kannewitz (Korrektorat, Satz, Website-Betreuung) – Masterstudium der Europäischen Medienwissenschaft, Universität/Fachhochschule Potsdam.

Call for Papers

Ökonomie / Ökologie
Internationales Jahrbuch für Medienphilosophie
Band 4 · 2018

Der Begriff der ›Ökologie‹ hat im Zusammenhang mit Komposita wie Medien­­ökologie, Ökotechnie und Technikökologie eine neue Konjunktur erfahren. Dabei ist auffällig, dass im Kontext der Wiederaufnahme des Oikos, des ganzen Hauses und seiner Teile sowie der Oiko­nomia, der ›gesamten Schöpfung‹, medienökonomische Fragen systematisch kaum behandelt werden. Unser Verdacht ist dabei, dass die medienökologischen Theoriebildungen auf verkappten Netzwerktheorien beruhen, die zwar den Stand der gegenwärtigen Technologie widerspiegeln, dabei aber die Genese der Begriffe und nicht zuletzt die spezifische Verfasstheit kapitalistisch organisierter Ökonomien ausblenden. Anlass genug, um das Thema aus philosophischer Perspektive im Internationalen Jahrbuch für Medien­philosophie aufzunehmen.

Das Jahrbuch ruft deshalb im Sinne eines offenen Calls zur Eingabe von Artikeln, Interventionen oder Stellungnahmen auf, die die Verbindung zwischen Ökonomie und Ökologie explizit zum Thema machen. Willkommen sind Beiträge, die den Konnex kritisch befragen, wiederherstellen, neu konturieren oder in andere Richtungen ausbuchstabieren.

Wir bitten bis zum 27. Februar 2017 um Zusendung einer Themen­skizze von max. 2500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) und einer Kurzbiografie von max. 800 Zeichen (inkl. Leerzeichen) an die E-Mail-­Adresse: ed.ei1508430109hposo1508430109lihpn1508430109eidem1508430109bj@no1508430109itkad1508430109er1508430109

Zusagen mit allen weiteren Informationen zu Textumfang und -gestaltung erfolgen bis zum 20. März 2017. Absagen werden nicht verschickt. Alle angenommenen Beiträge unterliegen einem Peer-Review-Ver­fahren mit zwei Gut­achter­Innen.

CFP als PDF

Auftakt

Das Internationale Jahrbuch für Medien­philo­sophie (De Gruyter) widmet sich allgemeinen medienphilosophischen Fragen und daran angrenzender Diskurse, insbesondere den Grundproblemen von Genesis und Geltung unterschiedlicher Medienbegriffe sowie der begrifflichen, paradigmatischen und methodologischen Begründung von Medientheorien. Dazu gehören Fragen der ›Ontologie‹, ›Anthropologie‹ oder ›Epistemologie‹ von Medien und Mediennetzen, der Medialität überhaupt und ihren medienethischen wie medienpolitischen Implikationen. Im ausdrücklichen Bewusstsein, dass philosophische Diskurse ebenso medial bedingt sind wie Mediendiskurse der philosophischen Grundierung bedürfen, versucht das Jahrbuch, Grundlagendiskussionen an der Schnittstelle zwischen Philosophie und Medienwissenschaften zu initiieren und kritisch zu begleiten.

2017 · Band 3


Pathos / Passibilität

  • Herausgeber des Bandes:
    Jörg Sternagel, Michael Mayer


Menschliche Existenzen konstituieren sich im pathos (πάθος), das heißt im Widerfahrnis, in ethischen und aisthetischen Dimensionen singulärer Beanspruchung und erfahrener Passivität, in sinngebenden Setzungen, wider Erwarten, im (Er-)Leiden, vom Anderen her gedacht. Der Andere setzt sich in seiner Singularität und fordert Priorität: nicht als Bild meines Denkens, sondern in leiblich situierter Differenz. Weil der Mensch immer schon im nicht überwindbaren Unterschied zu einem Anderen steht, ist er in sich selbst nicht erfüllt, sondern begehrend.weiterlesen

2017 · Band 3


Pathos / Passibilität

  • Herausgeber des Bandes:
    Jörg Sternagel, Michael Mayer

InhaltReplikLinks


Menschliche Existenzen konstituieren sich im pathos (πάθος), das heißt im Widerfahrnis, in ethischen und aisthetischen Dimensionen singulärer Beanspruchung und erfahrener Passivität, in sinngebenden Setzungen, wider Erwarten, im (Er-)Leiden, vom Anderen her gedacht. Der Andere setzt sich in seiner Singularität und fordert Priorität: nicht als Bild meines Denkens, sondern in leiblich situierter Differenz. Weil der Mensch immer schon im nicht überwindbaren Unterschied zu einem Anderen steht, ist er in sich selbst nicht erfüllt, sondern begehrend. Dieses Begehren hebt sich nicht auf, sondern findet sich in der Übernahme von Verantwortung wieder, im Geben. Ein Geben, dem ein Nehmen und Nehmenkönnen noch vor allem Dank und aller Dankbarkeit entspricht, dem die bloße Bereitschaft zu nehmen und anzunehmen korrespondiert, bevor ich erkenne und überhaupt erkennen kann, was mir von wem wie und unter welchen Konditionen und mit welchen Erwartungen auch immer gegeben worden ist. Passibilität umschreibt somit jenes rätselhafte »Vermögen«, nicht und nichts zu vermögen als nur zu empfangen und für den Empfang empfindlich zu sein.  Die Gabe des Anderen fordert so vor den moralischen Regularien der Dankesbekundung das Ethos einer Passibilität heraus, die jedweder Ökonomie von Geben und Nehmen und der ihr inhärenten Logik von Reziprozität und Ausgleich immer schon voraus liegt. Denn der Andere zwingt zum Vergleich des Unvergleichlichen und fordert so Gerechtigkeit ein. Er steht ständig bereits da und kommt jedes Mal zuvor. Er zeigt sich gegenwärtig und unendlich zugleich, existiert konkret und unfassbar, ist kraft seiner Andersheit nahe und unendlich fern. Das Selbst ist vermöge der Alterität des Anderen nicht bei sich, sondern dem Anderen gegenüber immer schon im Rückstand. Die Egozentrik des Selbst verliert sich sukzessive in dieser Alltäglichkeit. Sie besitzt auch im Bereich der Phänomene keinen sicheren Punkt mehr und fordert eine andere Haltung (ethos) ein. Sichtweisen und Perspektiven verschieben sich bereits in der Wahrnehmung (aisthesis) zur Ver-Antwortung.

Inhalt

Beiträge

  • Robert Pfaller, Leidenschaf‌ten: Von der Empfindsamkeit zum Hunger nach Größe, 9–16
  • Alex Arteaga, Architektur der Verkörperung – Umwelt, Sinn, Ästhetik. Ein künstlerisches Forschungsprojekt als phänomeno­logische Ästhetik, 17–29
  • Juliane Schiffers, Erfahrungen von Passivität als (prekäre) Fundierungen des Selbst und die Haltung der Gelassenheit, 31–49
  • Kathrin Busch, Ästhetiken radikalisierter Passivität, 51–79
  • Jörg Sternagel, Pathologie des Leibes, 65–80[PDF]
  • Elisabeth Schäfer, Hélène Cixous’ Life Writings – Writing a Life, Oder: Das Auto-/Biographische ist nicht privat, 81–98[PDF]
  • Sabeth Kerkhoff, Für eine Kreolisierung der Theorie. Rhizomatische Fragmente, 99–114
  • Josef Vojvodik, »Das Verschwundene kehrt zurück«: Zur Ikonopathie der Trauer, 115–135
  • Emmanuel Alloa, Vom Stachel der Bilder, 137–162
  • Christiane Voss, Philosophie des Unbedeutenden oder: Der McGuffin als affizierendes Medium, 163–184

Übersetzung

  • Bernd Bösel, Einführung, 187–189
  • Elena del Río, Kino und das Affektiv-Performative, 191–214

Diskussion

  • Zu den Autoren, 235–237

3 Replik Heilmann

Till Heilmann antwortet hier mit einem Bei­trag auf die Replik von Erhard Schüttpelz des Jahr­buchs Band 3 und setzt damit die von ihm in Band 2 zur Kritik und Problematisierung eines Denkens in Opera­tions­ketten angestoßene Dis­kus­sion fort:

Till A. Heilmann

Der Klang der breiten Rille

〈1〉 Erhard Schüttpelz hat meinem Text zum Begriff der Opera­tions­kette die Ehre einer ausführlichen Replik erwiesen. Die große Sorg­falt und Ge­wis­sen­haftig­keit seiner Lek­türe und seiner (Gegen-)­Argumen­ta­tion ver­dienen eine ebenso aus­führ­liche Er­wide­rung. Der ge­ge­bene Moment und die Text­sorte gebieten aber eine kurze Ant­wort. Ich möchte deshalb hier nur einen knappen Kom­men­tar zu Schüttpelz’ zen­tra­ler These liefern und einige kri­tische An­mer­kun­gen zu dem von ihm vor­ge­brach­ten medien­ge­schicht­lich­en Bei­spiel der 12-inch sin­gle machen.
〈2〉 Eingangs sei fest­ge­halten, dass ich Schüttpelz’ Ein­schät­zung, es handle sich bei unseren Dif­fe­ren­zen viel­fach um Fra­gen nur der For­mu­lie­rung, teile. Auf die sub­tile­ren Unter­schiede, die er in dankens­werter Klar­heit her­aus­ge­ar­bei­tet hat, will ich nicht ein­gehen (die Leserin bilde sich selbst ein Ur­teil). Unsere grund­legende Dif­fe­renz in der Sache scheint mir je­doch so wich­tig, dass ich versuchen möchte, meine Kritik deutlicher zu ar­ti­ku­lie­ren, als mir dies im ersten Text vielleicht gelungen ist.
〈3〉 Schüttpelz ver­tei­digt in seiner Re­plik ins­be­sondere den Ge­dan­ken der Vor­gän­gig­keit von Opera­tions­ket­ten vor, wie er sagt, »allen be­tei­lig­ten Grö­ßen«. Zu­sammen­ge­fasst lautet mein Ein­wand gegen diese These, dass sich damit ein Ver­sprechen auf theo­re­tisch-metho­dische In­nova­tion und Radi­kali­tät ver­bin­det, welches in ein­zel­nen Ana­lysen als Fest­stellung frag­loser Wahr­hei­ten ein­ge­löst wird, ins­ge­samt aber zu einer frag­wür­digen Ge­ne­ra­li­sie­rung des Ge­dan­kens führt, die von me­dia­len bzw. medien­tech­nischen Aspek­ten eher ab­lenkt. Anders ge­sagt: Ich hal­te die An­nahme der Vor­gän­gig­keit von Opera­tions­ket­ten für of­fen­kun­dig rich­tig (wo sie sich auf Selbst­ver­ständ­liches be­zieht) und falsch zu­gleich (wo sie näm­lich ab­solute Gel­tung be­an­sprucht). Mir scheint, dass die Po­pu­la­ri­tät, die das Kon­zept in der Medien­wis­sen­schaft ge­gen­wär­tig ge­nießt, sich zu einem be­trächt­lichen Teil aus die­ser Span­nung zwischen dem Rich­tigen (das indes nicht neu ist) und dem Neuen (das meines Er­ach­tens nicht richtig ist) speist.
〈4〉 Was zu­nächst die von Schüttpelz er­läu­ter­te prak­tische und his­to­rische Di­men­sion der Prio­ri­tät von Opera­tions­ket­ten an­be­langt: Welche Wis­sen­schaft, so möchte ich er­widern, hat je anderes be­hauptet, als dass dem Vor­handen­sein von Arte­fak­ten deren Pro­duk­tion und Re­pro­duk­tion (in Praktiken des Ent­wer­fens, Her­stel­lens, Stan­dar­di­sie­rens, In­stand­hal­tens usw.) vor­gängig ist? Mir ist kein medien­theoretischer An­satz b­ekannt, der das be­strei­tet. (1) So zu­tref­fend die Fest­stel­lung für die Her­aus­bil­dung je­wei­liger Medien bzw. Medien­tech­niken auch ist, so sehr frage ich mich also, worin das Neue und Radi­kale eines Nach­wei­ses dieser frag­losen Wahr­heit in praxeo­logi­schen Ana­lysen lie­gen könnte?
〈5〉 Aber Schüttpelz geht es, so mein Ein­druck, letzt­lich auch nicht um Ein­zel­hei­ten. Die theo­re­tisch-metho­dische In­no­va­tion und Ra­di­kali­tät des Kon­zepts er­gibt sich für ihn, wenn ich es recht sehe, viel­mehr aus der Ver­ab­so­lutie­rung der Idee der Vor­gän­gig­keit. Die schwierige und nicht nur in der Medien­wis­sen­schaft viel dis­ku­tier­te Frage nach dem ›letz­ten Grund‹ von Tech­nik wird dadurch end­gül­tig zu­guns­ten der Pra­xis ent­schie­den. Über den Fall je ein­zel­ner Medien­tech­niken, -geräte, -formate usw. hin­aus soll die Pri­ori­tät des prak­ti­schen Voll­zugs von Opera­tions­ket­ten als all­ge­mei­nes und un­be­ding­tes Prin­zip gel­ten. Zum ei­nen scheint mir an die­ser Auf­fas­sung nicht nur be­den­kens­wert, wie die Fra­ge nach dem ›letzten Grund‹ von Tech­nik ent­schie­den wird (eben mit Ver­weis auf Pra­xis), son­dern dass sie über­haupt auf so ein­deu­tige Weise ent­schie­den wird. Zum anderen aber be­deutet die An­nahme einer ver­ab­solutier­ten Vor­gängig­keit nichts weni­ger als einen on­tischen Pri­mat der Ope­ra­tion vor dem Er­geb­nis, des Han­delns vor dem Ge­gen­stand, des Mach­ens vor dem Gem­ach­ten. Die­ses Pos­tu­lat, das den ›Grund‹ von Tech­nik er­klären will, lässt als solchen fol­ge­rich­tig aber nur ein Ope­rie­ren, Handeln oder Mach­en denken, das (weil es doch »allen be­tei­lig­ten Grö­ßen«, mit­hin je­der Technik vor­gängig sein soll) selbst nicht tech­nisch ist. Es im­pli­ziert einen un-tech­nischen, von Mate­ria­lien, Ge­räten usw. quasi unbe­fleckten Ur­sprung der Tech­nik im ›nack­ten‹ Tun.
〈6〉 Die An­nahme einer ur­sprünglichen Set­zung durch nicht tech­nische Pra­xis, »eine[r] Thä­tig­keit, die kein Ob­ject vor­aus­setzt, son­dern es selbst her­vor­bringt«,(2) rückt das ra­dikal ge­deu­te­te Kon­zept der Vor­gän­gig­keit von Opera­tions­ket­ten, wie ich meine, in die Nähe eines son­der­baren Idea­lis­mus der reinen Tat. Es überrascht mich denn auch nicht, dass in praxeo­logisch­en Unter­such­un­gen an der ana­ly­tisch­en Leer­stel­le, welche der kate­go­rische Aus­schluss des Tech­nisch-Arte­fak­tischen ge­las­sen hat, häufig die lange ver­schmäh­te Figur des han­deln­den Subjekts wie­der­kehrt – was uns zur heu­ris­tischen Di­men­sion der Pri­ori­tät von Opera­tions­ket­ten und zum Beispiel der 12-inch sin­gle bringt.
〈7〉 Man mag den Ein­wand, eine ra­di­kal auf­ge­fass­te Vor­gän­gig­keit von Opera­tions­ket­ten im­pli­ziere ei­nen nicht tech­ni­schen Ur­sprung von Tech­nik, als ›rein theo­re­ti­sches‹ Ar­gument ab­tun, wel­ches für Ana­ly­sen kon­kre­ter me­dia­ler Prak­ti­ken ohne Be­lang ist. Aber mit der »heu­ris­ti­schen Vor­ord­nung« (Schüttpelz) von Opera­tions­ket­ten vor arte­fak­tische Medien­(-techniken) ge­rät der sp­ezi­fisch me­di­ale bzw. me­di­en­tech­nische An­teil an den unter­such­ten Zu­sam­men­hän­gen eben all­zu leicht aus dem Blick. Es droht ver­loren zu gehen, was eine me­di­en­wis­sen­schaft­liche Per­spek­tive, we­nigs­tens nach mei­nem Ver­ständnis, aus­zeich­net: die Auf­merk­sam­keit für das Un­ver­mute­te, Zu­fäl­lige, Wider­stän­dige, Ei­gen­sin­nige, Un­be­ab­sich­tig­te und (noch) Un­ver­stan­dene von me­dia­len Sub­stan­zen, For­men, Ge­rä­ten usw. Die von Schüttpelz vor­ge­stell­te ex­em­pla­rische Ana­lyse der Ent­stehung der Maxi-Sin­gle aus den Opera­tions­ket­ten re-editing und re-mixing legt da­rüber be­redt Zeug­nis ab.
〈8〉 In sei­ner Zu­sam­men­fas­sung der Er­eig­nis­se und Pro­zes­se, die zu­letzt zur 12-inch sin­gle ge­führt ha­ben sol­len, schreibt Schüttpelz: »Sagen wir, ein neu­es Me­di­um sei ent­stan­den, oder zu­min­dest eine neue Form der Schall­platte: vorher gab es Sin­gles und LPs, jetzt gibt es Twelve-Inches. Wie sind sie entstanden? Der DJ, seine Tän­zer, seine Plat­ten, seine Mi­schung­en, aber auch die Pro­dukt­pa­let­te der Stu­dios, der Bands und der Plat­ten­fir­men ha­ben sich zu­sam­men ver­än­dert, und zwar nicht nur vorher/nachher, son­dern im ge­sam­ten Vor­gang.« Dem Me­di­um Maxi-Sin­gle vorgängig seien ver­änderte Prak­ti­ken oder Opera­tions­ket­ten (also das Spie­len, Auf­nehm­en und Ab­mi­schen von Lie­dern, das Zu­sammen­stel­len, Auf­le­gen und Ver­mar­kten von Schall­plat­ten usw.), die auf In­di­vi­duen (DJs), Grup­pen (Tänzer, Bands) und In­sti­tu­ti­on­en (Ton­stu­dios, Plat­ten­fir­men) ad­res­siert wer­den. Das neue Me­di­um ent­stehe als Re­sul­tat neu­er in­divi­duel­ler, kol­lek­ti­ver und in­sti­tu­tio­nel­ler Hand­lun­gen: »Die prak­tisch­en Ver­ände­rungen der Opera­tions­ket­te kamen zu­erst, das neue Arte­fakt ist nur ihr Er­geb­nis.«
〈9〉 Ge­gen diese his­to­rische Re­kon­struk­tion möch­te ich aus me­dien­wissen­schaft­lich­er Sicht drei Punkte ein­wen­den.
〈10〉Erstens wären wider die These einer prak­tisch­en und his­tori­schen Pri­ori­tät der Opera­tions­ket­ten die den Opera­tions­ket­ten (in die­sem Fall: dem re-editing, re-mixing usw.) sel­bst vor­aus­ge­­setzten Medien­tech­ni­ken an­zu­füh­ren. Das mög­liche Gegen­ar­gu­ment, die­sen Me­di­en sei­en wie­de­rum Prak­ti­ken vor­gän­gig, hilft nicht, die Frage nach der Ent­ste­hung der Maxi-Sin­gle (oder ir­gend­einer Tech­nik) zu be­ant­wor­ten, son­dern ver­schiebt die Frage bloß ins ten­den­ziell Un­end­liche. Es mag klein­lich er­schei­nen, auf dieser Selbst­ver­ständ­lich­keit zu be­stehen: Aber ohne be­reits vor­han­dene Me­dien wie Ton­bänder, Ton­band­ge­räte, Misch­pulte usw. hät­ten Moulton und Rodriguez die neu­en Opera­tio­nen des Zu­sam­men­schnei­dens und Ab­mischens län­gerer Lie­der gar nicht rea­li­sie­ren können.
〈11〉Zweitens legt die Dar­stel­lung bei Schüttpelz nahe, die Wahl der län­geren Dub­plat­te sei eine fol­ge­rich­tige me­di­en­tech­nische Ant­wort auf die vor­an­ge­gan­genen pra­kti­sch­en Ver­än­de­run­gen im Ab­misch­en läng­er­er Auf­nah­men: »Erst im letz­ten Schritt wur­de ein Ar­te­fakt (der Plat­ten­roh­ling) ei­nem neu­en Ge­brauch und ei­ner be­reits ein­ge­spiel­ten prak­ti­schen Hand­ha­bung (der Pra­xis ei­ner Ver­län­ge­rung von Sin­gles durch DJ-Ab­misch­ungen für Dis­kos und Ra­dio) an­ge­passt.« Das aber ist his­to­risch zu­min­dest ir­re­füh­rend, denn das Lied, das Moulton und Rodriguez erst­mals in eine 10-Zoll-Dubplatte schnit­ten, war kein ver­län­ger­ter Disko-Mix, sondern Al Downings für den Ver­kauf und das Ra­dio auf­ge­nom­mene und ab­ge­misch­te, ge­wöhn­lich ›kurze‹ Sin­gle »I’ll Be Holding On«.(3) Wie Schüttpelz selbst schreibt: Es war ein »Un­fall«. Die Sin­gle hätte auf eine 7-Zoll-Dubplatte gepasst (und kam dann auch regulär als 7-inch sin­gle in den Ver­kauf), nur war eine solche gerade nicht zur Hand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so gemeint ist, aber Schüttpelz’ Er­zählung der Epi­sode mutet für mich erstaunlich fina­lis­tisch an: Erst gab es längere Ab­mi­schung­en, dann griff man zur län­geren Dub­plat­te – et voilà, die Maxi-Sin­gle! Das Medium wäre so auf ein (nach­ge­ord­ne­tes) in­stru­men­tel­les Mit­tel für ei­nen (durch han­deln­de Sub­jekte voraus-)ge­setzten Zweck re­du­ziert.
〈12〉Drittens, und das ist der wohl wich­tig­ste Punkt, lässt Schüttpelz die me­dia­le Ei­gen­art von 10- und 12-Zoll-Platten in seiner Re­kon­struk­tion der Ent­stehung der Maxi-Sin­gle völ­lig außer acht – und damit zu­gleich die Frage, was für deren Er­folg medien­tech­nisch ver­ant­wort­lich war. Wes­halb sich die Maxi-Sin­gle, nach­dem sie im Ton­studio ›ent­stan­den‹ war, als neues medi­ales For­mat am Markt, bei DJs und in Dis­ko­the­ken eta­blie­ren konn­te, bleibt un­ge­klärt. Eine solche Er­klä­rung ist aber nur mit Be­zug auf die spe­zi­fische Me­di­alität der Plat­ten zu leisten. Der ent­schei­den­de Hin­weis taucht in der von Schüttpelz zitierten Aus­sage Moultons zwar auf, erfährt dann aller­dings keine wei­tere Beachtung mehr: »›José told me he was out of 7-inch blanks and would have to give me a 12-inch. I said, ›Eeugh, that’s ridicu­lous.‹ So he said, ›I know what we’ll do; we’ll spread the grooves and make it louder.‹ And of course, when I heard it, I almost died.‹« Was die Maxi-Sin­gle für DJs und Diskotheken so ge­eig­net machte und ihr den Er­folg sicher­te, war, was man von ihr zu hören bekam: ihr Klang. Und die­ser Klang war ein tech­nisch­er Ef­fekt der Mate­riali­tät und Form der 10- oder 12-Zoll-Dub­platte, welcher in keiner Weise auf die zeit­lich frü­her­en Prak­ti­ken des län­geren Ab­mischens von Lie­dern durch Moulton und Rodriguez (oder ir­gend­welche an­de­ren Opera­tions­ket­ten) zu­rück­zu­füh­ren ist.
〈13〉 Moulton störte sich an dem klei­nen be­schrie­ben­en Be­reich ei­nes für 7-Zoll-Platten ge­dach­ten Liedes auf der großen 10-Zoll-Dub­platte. Rodriguez mach­te die Ril­le brei­ter, um die gesam­te Fläche der Plat­te zu fül­len. Das aber hieß, dass er die Grund­laut­stärke und den Dy­na­mik­um­fang der Auf­nahme ver­grö­ßern mus­ste.(4) Der neue, ›bes­sere‹ Klang war eine nicht in­ten­dier­te Fol­ge der An­gewie­sen­heit auf ein nicht ge­wünsch­tes, aber zu­fäl­lig vor­han­den­es me­di­ales Ar­te­fakt, das sein tech­nisch­es Po­ten­tial auf un­er­war­tete Weise of­fen­barte. Maxi-Sin­gles konn­ten im Ver­gleich zu den her­kömm­lich­en, in ihrer Ab­misch­ung für den Radio­empfang ›mit­tig‹ zu­ge­schnit­ten­en 7-Zoll-Sin­gles(5) dank der grö­ßer­en Auf­nahme­fläche mit gesamt­haft mehr Vo­lumen, kräf­ti­ger­en Bäs­sen und aus­geprägteren Höhen auf­warten – wo­mit sie spe­ziell für den Ein­satz in Dis­ko­theken taug­ten.
〈14〉 Natür­lich kann man die Ent­stehung der Maxi-Sin­gle so re­kon­struie­ren, wie Schüttpelz es tut. Der me­dien­wis­sen­schaft­liche Cha­rak­ter einer Re­kon­struk­tion be­stünde meiner An­sicht nach aber vor allem darin, den spe­zi­fi­schen medi­alen oder medien­tech­nisch­en An­teil an der Ge­schich­te ihres Er­folges her­aus­zu­stellen: den Klang der breiten Ril­le.

Anmerkungen

(1) Um als Bei­spiel aus­ge­rech­net einen oft als Tech­nik­de­termi­nis­ten ge­schol­ten­en Au­tor an­zu­füh­ren: Friedrich Kittler hat in sei­ner Un­ter­suchung des »Auf­schreibe­sys­tems 1800« die ver­änderten Prak­ti­ken des Lese- und Schreib­unterrichts um 1800 an­aly­siert, die aus dem Medium Alpha­bet wie aus den Leser­innen und Lesern erst das ge­macht haben, was um 1800 dis­kurs­be­stim­mend war; siehe Friedrich Kittler, Auf­schrei­be­systeme 1800/1900, München 1985.
(2) Johann Gottlieb Fichte, »Zweite Ein­leitung in die Wis­sen­schafts­lehre« [1797], in: Fichtes Werke, Bd. I, Zur theo­re­tisch­en Philo­sophie I, hg. von Immanuel Hermann Fichte, Berlin 1971, S. 451–518, hier S. 468.
(3) Schüttpelz stützt sich in seiner Dar­stel­lung auf Bill Brewster/Frank Broughton, Last Night a DJ Saved My Life: The His­to­ry of the Disc Jockey, New York 22006. Die, dort leider nicht ge­nannte, Quelle der bei Brewster/Broughton zu findenden Aus­sagen von Tom Moulton ist wohl ein im In­ter­net ver­öf­fent­lich­tes, un­da­tier­tes In­ter­view: »This is a Trib­ute to… Tom Moulton«, www.disco-disco.com/tributes/tom.shtml (letz­ter Zu­griff: 17.11.2016). Die im Inter­view ge­mach­ten Aus­sagen Moultons unter­schei­den sich in ei­ni­gen De­tails von der Dar­stel­lung bei Brewster/Broughton.
(4) Die ent­sprechen­de Pas­sage im Inter­view mit Moulton lautet: »[H]e said; ›Just Tom, I don’t have any more 7″ blanks. All I have is like the 10″.‹ And I said, ›Well, if that’s the only thing – we’re gonna do it, what dif­fer­ence does it make?‹ So he cut one, I said, ›It looks so ridicu­lous, this lit­tle tiny band on this huge thing. What happens if we just like… can we just like, you know, make it bigger?‹ He goes, ›You mean, like spread the grooves?‹ And I said, ›Yeah!‹ He goes, ›Then I’ve got to raise the level.‹ I said, ›Well, go ahead – raise the level.‹ And so he cut it like at +6. Oh, when I heard it, I almost died. I said, ›Oh my God, it’s so much louder and listen to it. Oh! I like that – why don’t we cut a few more?‹. So it was by ac­ci­dent, that’s how it was cre­at­ed.« »This is a Trib­ute to… Tom Moulton«, www.disco-disco.com/tributes/tom.shtml (letzter Zugriff: 17.11.2016)
(5) »Be­cause 45s were geared for radio, they were all ›middle‹, and you couldn’t cut a lot of [bass] onto the record. A lot of records didn’t have the fi­deli­ty and sound­ed ter­ri­ble.« »This is a Trib­ute to… Tom Moulton«, www.disco-disco.com/tributes/tom.shtml (letz­ter Zu­griff: 17.11.2016).

3 Replik Heilmann Teaser

Till Heilmann antwortet hier mit einem Bei­trag auf die Replik von Erhard Schüttpelz des Jahr­buchs Band 3 und setzt damit die von ihm in Band 2 zur Kritik und Problematisierung eines Denkens in Opera­tions­ketten angestoßene Dis­kus­sion fort:

Till A. Heilmann

Der Klang der breiten Rille

Erhard Schüttpelz hat meinem Text zum Begriff der Opera­tions­kette die Ehre einer ausführlichen Replik erwiesen. Die große Sorg­falt und Ge­wis­sen­haftig­keit seiner Lek­türe und seiner (Gegen-)­Argumen­ta­tion ver­dienen eine ebenso aus­führ­liche Er­wide­rung. Der ge­ge­bene Moment und die Text­sorte gebieten aber eine kurze Ant­wort. weiterlesen

2016 · Band 2


Techne/Mechane

  • Herausgeber des Bandes:
    Dieter Mer­sch, Michael Mayer

InhaltLinks

Die im Zentrum des Bandes stehenden Begriffe von techne und mechane deuten mit Bezug auf eine Philo­­sophie des Tech­­nischen einen Gegen­satz an. Beide verweisen zwar auf Techniken bzw. tech­nische Arte­fakte; beide adressieren sie im Griech­ischen die Kunst bzw. Kunst­fertig­keit; und beide verengen sich in ihrer Fortschreibung in den philosophischen Diskursen des Mittelalters und der frühen Neuz­eit auf »Werk­zeuge« bzw. deren Gebrauch sowie den »Mechanismus« – bis hin zum mecha­nistischen, d. h. kausalis­tischen Welt­bild. Und dennoch meint die techne schon bei Aristoteles ein Wissen, das vor allem mit der poiesis, dem Schaffen oder Her­stellen zu tun hat, während die mechane die Theater­maschinen bezeichnet, die für Illusion und die Effekte der Über­wältigung sorgten.
Mit der Opposition von techne und mechane lotet das medien­philo­sophische Jahr­buch die Möglich­keiten und Grenzen der Technik und des Technischen aus, um deren Spanne zwischen Werken der Kunst und einem unver­hohlenen Illusio­nismus aus­zuloten.

Inhalt

Beiträge

Übersetzung

  • Jörg Sternagel, Einleitung, 209–211
  • Vivian Sobchack, »Susie Scribbles« : Über Technologie, techne und inkarniertes Schreiben, 213–248
  • Zu den Autoren, 249–247

2015 · Band 1


Einschnitte: Zur Genesis und Geltung medien­­­philo­­­­­sophischer Refle­xionen

  • Herausgeber des Bandes:
    Dieter Mer­sch, Michael Mayer

InhaltLinks

Was Medien sind, welche Effekte sie auf das durch sie Hervorgebrachte, Vermittelte oder Dargestellte haben und wie diese Effekte zu beschreiben sind, ist eine der Grundfragen der Medienphilosophie. Eine andere, ebenso grundlegende Frage handelt von den Vokabularien, in denen wir von Medialitäten sprechen, von ihren Genesen und Geltungen, ihren Grenzen und Paradoxien. Medienphilosophie holt so den ausgebliebenen Grundlagendiskurs der Medienwissenschaften nach, fragt nach latenten begrifflichen Vorentscheidungen, nach Paradigmen medientheoretischer Reflexion, nach medialen Epistemologien oder sedimentierten Schichten unbedachter Philosopheme. Das äußerst dynamische Feld der Medien­philosophie bildet so ein kritisches wie produktives Unternehmen, das gleichermaßen in die Kultur- wie Bildwissenschaften, aber auch in die Sprach- oder Technik­philosophie ausgreift.

Inhalt

Einleitung

Beiträge

  • Peter Bexte, Trennen und Verbinden. Oder: Was heißt und ?, 51–66
  • Mira Fliescher, Signatur Malerei Alterität, 67–93
  • Katerina Krtilova, Medienreflexiv. Zur Genese eines Verfahrens zwischen Martin Heidegger und Vilém Flusser, 95–118
  • Hans-Joachim Lenger, Einschnitte des Technischen, 119–128
  • Michaela Ott , Zeit- und Bewegtbild-­­Mediatisierungen im philosophisch-­­technischen Wandel, 129–142
  • Claudia Reiche, Dziga Vertovs mediale Epistemologie des Intervalls, 143–161
  • Leander Scholz, Die Spekulative Logik der Medien, 161–169
  • Philipp Stoellger, Tod oder Leben – Unvermitteltes oder Unmittelbares? Zum Chiasmus von Theologie und Medientheorie, 171–191[PDF]

Relektüre

  • Frank Haase, Metaphysik ist Medientheorie, 195–207

Übersetzung

  • Dieter Mersch, Einführung, 211–213
  • Samuel Weber, Theatrokratie, oder: Die Unterbrechung überleben, 215–242
  • Zu den Autoren, 243–245